5. So merket nun das Zeichen recht,
Die Krippen, Windelein so schlecht;
Da sindet ihr das Kind gelegt,
Das alle Welt erhaelt und traegt.
6. Dess lasst uns Alle froehlich sein
Und mit den Hirten geh'n hinein,
Zu seh'n was Gott uns hat bescheert,
Mit seinem lieben Sohn verehrt.
7.Merk auf, mein Herz, und sieh dort hin:
Was liegt doch in dem Krippelein?
Wess ist das schoene Kindelein?
Es ist das liebe Jesulein.
8. Bis willekomm, du edler Gast,
Den Suender nicht verschmaehet hast,
Und koemmst in Elend her zu mir,
Wie soll ich immer danken dir?
9. Ach Herr, du Schoepfer aller Ding',
Wie bist du worden so gering,
Dass du da liegst auf duerrem Gras,
Davon ein Kind und Esel ass.
10. Uud waer' die Welt vielmal so weit,
Von Edelstein und Gold bereit't,
So waer sie doch dir viel zu klein,
Zu sein ein enges Wiegelein.
11. Der Sammet und die Seiden dein,
Das ist grob Heu und Windelein,
Darauf du Koen'g so gross und reich
Herprangst, als waers dein Himmelreich.
12. Das hat also gefallen dir,
Die Wahrheit anzuzeigen mir:
Wie aller Welt Macht, Ehr und Gut
Fuer dir nichts gilt, nicht hilft noch thut.
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