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Luther, Martin, 1483-1546

"Set to their original melodies; with an English version"


8. Zwei grosse Feur sie zuend'ten an,
Die Knaben sie her brachten,
Es nahm gross Wunder Jedermann,
Dass sie solch' Pein veracht'ten,
Mit Freuden sie sich gaben drein,
Mit Gottes Lob und Singen,
Der Muth ward den Sophisten klein
Fuer diesen neuen Dingen,
Da sich Gott liess so merken.
9. Der Schimpf sie nun gereuet hat,
Sie wollten's gern schoen machen;
Sie thuern nicht ruehmen sich der That
Sie bergen fast die Sachen,
Die Schand' im Herzen beisset sie
Und klagen's ihr'n Genossen,
Doch kann der Geist nicht schweigen hie:
Des Habels Blut vergossen,
Es muss den Kain melden.
10. Die Aschen will nicht lassen ab,
Sie staeubt in allen Landen;
Hie hilft kein Bach, Loch, Grub' noch Grab,
Sie macht den Feind zu Schanden.
Die er im Leben durch den Mord
Zu schweigen hat gedrungen,
Die muss er todt an allem Ort
Mit aller Stimm' und Zungen
Gar froehlich lassen singen.
11. Noch lassen sie ihr Luegen nicht,
Den grossen Mord zu schmuecken,
Sie gehen fuer ein falsch Gedicht,
Ihr G'wissen thut sie druecken,
Die Heil'gen Gott's auch nach dem Tod
Von ihn'n gelaestert werden,
Sie sagen: in der lessten Noth
Die Knaben noch auf Erden
Sich sollen ha'n umkehret.


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