4. Sie sungen suess, sie sungen sau'r,
Versuchten manche Listen;
Die Knaben standen wie ein' Mau'r,
Veracht'ten die Sophisten.
Den alten Feind das sehr verdross,
Dass er war ueberwunden
Von solchen Jungen, er so gross;
Er ward voll Zorn von Stunden,
Gedacht' sie zu verbrennen.
5. Sie raubten ihn'n das Klosterkleid,
Die Weih' sie ihn'n auch nahmen;
Die Knaben waren des bereit,
Sie sprachen froehlich: Amen!
Sie dankten ihrem Vater, Gott,
Dass sie los sollten werden
Des Teufels Larvenspiel und Spott,
Darin durch falsche Berden
Die Welt er gar betreuget.
6. Da schickt Gott durch sein Gnad' also,
Dass sie recht Priester worden:
Sich selbst ihm mussten opfern da
Und geh'n im Christen Orden,
Der Welt ganz abgestorben sein,
Die Heuchelei ablegen,
Zum Himmel kommen frei und rein,
Die Moencherei ausfegen
Und Menschen Tand hie lassen.
7. Man schrieb ihn'n fuer ein Brieflein klein,
Das hiess man sie selbst lesen,
Die Stueck' sie zeigten alle drein,
Was ihr Glaub' war gewesen.
Der huechste Irrthum dieser war:
Man muss allein Gott glauben,
Der Mensch leugt und treugt immerdar,
Dem soll man nichts vertrauen;
Dess mussten sie verbrennen.
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